Mein Gelübde

Im Profil habe ich kurz angegeben das ich ein Gelübde abgelegt habe. Darunter können sich sicherlich einige nichts vorstellen. Zum einen gibt es Nonnen oder Ordenschwestern die so verschieden sie leben eines eint, sie leben in einer Gemeinschaft eines Ordens. Ob dann in einem romantischen Kloster oder kleiner Wohngemeinschaft. Zum anderen eint sie vor allem das jede ein Gelübde abgelegt hat nach den 3 evangelischen Räten die da wären: Ehelosigkeit/Keuschheit, Armut und Gehorsam.

Ich habe als Kind mal gesagt wenn ich groß bin werde ich Nonne. Obwohl ich viele Jahrzehnte um Orden herumgekreist bin, im Lesen von Büchern, Artikeln, Besuch im Kloster oder Orden für ein paar Tage habe ich doch nicht den entscheidenten Schritt getan, in einen Orden einzutreten. Die starke Sehnsucht meinen Glauben intensiv zu leben hat mich nicht losgelassen, daher habe ich nochmal Kontakt zu Orden konkret aufgenommen. Und dabei wurde mir klar, auch durch die Teilnahme an Exerzitien (eine Woche im Gebet, Stille und Impulsen) bei Ordensfrauen, es ist nicht der Orden der mich anzieht sondern die Aussagekraft der Gelübde.

Und dann habe ich von meiner geistlichen Begleitung einer Ordensschwester erfahren das es die wunderbare Möglichkeit gibt, ein oder alle Gelübde als Privatgelübde abzulegen. Das heißt sich selbst vor Gott in diese Verbindung einzulassen. Darum habe ich als einen ersten Schritt letzten Sommer für vorerst 1 Jahr befristet das Gelübde der Ehelosigkeit bzw. Keuschheit abgelegt. Ich habe das in der Kirche meiner Gemeinde getan wo ich nach dem Gottesdienst einen Text der dies bezeugt vorgelesen habe.

Um für mich zu schauen ob die Richtung stimmt. Und dann weil es für mich stimmig erscheint alle 3 Räte abzulegen, wie es so schön heißt für die Ewigkeit, im Orden nennt sich das ewige Profess. Das Finden meines persönlichen Glaubensweges, heißt eine Struktur und Ausdruck für meinen gelebten Glauben zu finden und zu gehen hat mich sehr beglückt und befreit von der langen Suche. Ein Stück weit bin ich in meiner Sehnsucht angekommen. Auch wenn bekanntlich jede Hochzeit ein neuer Beginn ist auf der langen Reise.

2 Kommentare zu „Mein Gelübde

  1. Ich glaub, ich schriebs schon mal unter einem anderen Beitrag von dir. Ich wollte als Kind Mönch werden. Manchmal zieht es mich immer noch dahin, obwohl ich seit meiner Jugend nicht mehr in die Kirche gehe. Als Kind war ich immer in der Kirche. Sonntags, dienstags, donnerstags und freitags zum Rosenkranz. Ich war Messdiener und so. Durch den Zwang seitens meiner Mutter in die Kirche gehen zu müssen, wurde mir die Kirche fremd und ich habe dann am Ende Judaistik und Orientalistik studiert (also mich mit Judentum und Islam auseinandergesetzt). Inzwischen bin ich schon wieder Christ aber ich kann nicht in die Kirche gehen. ich fühle mich nicht wohl. Vielleicht, w eil da so viele Heuchler sitzen.

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    1. Das ist sehr schade Schlendrian das deine Mutter Zwang ausgeübt hat. Ich hatte das Glück das meine Mutter zwar konservativ war, uns aber alle Freiheit darin ließ. Sie hatte selbst totalen Zwang von ihrer Mutter erfahren. Lg, Bernadette

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