Sinn des Lebens eine Spurensuche

Wien im Frühling

In unserer Pfarre haben wir gemeinsam mit einer Nachbarspfarre einen Alpha Kurs gestartet. Einen was? Alpha Kurse oder Veranstaltungen sind Treffen wo man sich über den Glauben austauschen kann, etwas lernen, diskutieren. In den 70ern wurde dieser Kurs in der Anglikanischen Kirche, Church of England, von einem Pastor Charles Marnham entwickelt um Menschen den Glauben zugänglicher zu machen. Es gibt derzeit ca. 30.000 Alpha Kurse weltweit in 152 Ländern die von christlichen Pfarren verschiedener Konfession gehalten werden.

Wir haben 7 Abende und ein Wochenende angeboten. Die übliche Form ist auch bei uns ein gemeinsames einfaches aber leckeres Abendessen, ein Vortrag zu einem Glaubensthema und in Kleingruppen zu 6-8 Leuten eine Möglichkeit sich auszutauschen.

Themen könne sein: Wie heute beten? Warum mußte Jesus sterben? Heilt Gott auch heute? Kiche – wozu? Wer ist der Heilige Geist? Dem Sinn des Lebens auf der Spur, wie die Bibel lesen.

Gestern sind wir mit dem Sinn des Lebens gestartet. Die Frage für wen gehst du im Leben? Was treibt dich an? Was drängt einen? Was trägt einen im Leben? Wer sendet mich? Das ist eine sehr persönliche Suche, die sich auch innerhalb eines Lebens wandeln kann. Aber es kann auch eine Linie geben. Bei mir ist es die Gottesbeziehung die ich seit jungen Jahren habe und versuche zu leben, die mich trägt in schlechten und guten Tagen, die mir Sinn gibt, von der Liebe Gottes von der ich mich gesendet weiß.

Bei manchen Menschen ist es auch einfach eine Sehnsucht. Dazu eine kleine Geschichte. Ein junger Jude sagte zum Rabbi: Ich möchte zu dir kommen und dein Schüler werden. Da antwortete der Rabbi: Gut, das kannst du, ich habe aber eine Bedingung. Du musst mir eine Frage beantworten: Liebst du Gott? Da wurde der Schüler traurig und nachdenklich. Dann sagte er: Eigentlich lieben, das kann ich nicht behaupten. Der Rabbi sagte freundlich: Gut, wenn du Gott nicht liebst, hast du dann etwa Sehnsucht ihn zu lieben? Der Schüler überlegte eine Weile und erklärte dann: Manchmal spüre ich diese Sehnsucht sehr deutlich, aber meistens habe ich soviel zu tun, dass die Sehnsucht im Alltag untergeht. Da zögert der Rabbi und sagte dann: Wenn du die Sehnsucht , Gott zu lieben, nicht so deutlich verspürst, sehnst du dich dann vielleicht danach, diese Sehnsucht zu haben, Gott zu lieben? Da hellte sich das Gesicht des Schülers auf und er sagte: Genau das habe ich. Ich sehne mich danach, diese Sehnsucht zu haben, Gott zu lieben. Der Rabbi entgegnete: Das genügt. Du bist auf dem Weg.

Manchmal brauchen wir nur dieser kleinen Sehnsucht zu folgen und sie führt uns auf den Weg des Lebens mit Gott der uns unendlich liebt.

Es wurde ein schöner Abend, mit interessanten Impulsen, um die 70 Leute kamen die Interesse hatten etwas oder mehr über den Glauben zu erfahren. Wir das Organisationsteam waren aufgeregt gewesen, war das doch unser erster Versuch in unseren Pfarren und freuten uns sehr das der Einladung Gäste folgten. Die Abende finden abwechselnd in unseren Pfarren statt. Wir haben natürlich auch schon Ideen, das wir nächste Kurse halten wollen, am liebsten um auch Kirchenfernere zu erreichen in Gasthäusern oder neutralen Orten abzuhalten. Und ich persönlich wünsche mir sehr, das dann auch Referenten von verschiedenen christlichen Kirchen ob Protestanten, Altkatholiken, Baptisten etc eingeladen werden. Ich freue mich Teil dieser Erfahrung zu sein. Und selbst etwas zu lernen aus den Impulsen und dem was die Menschen einbringen.

Lg, Bernadette

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