Einfach leben

An Angel in Auckland, New Zealand

Morgen ist wie beschrieben in Todesmonat der Gedenktag für meine ältere Schwester, der andere war ja Anfang des Monats. Bis jetzt muss ich sagen hab ich bis auf einen kleineren Einbruch diesen Monat gut überstanden. Es ist unglaublich lange her das die beiden gegangen sind. Ich muss nichts mehr für sie leben, oder wegen ihnen etwas nicht leben. Darf einfach da sein. Kennt ihr das Gefühl, manchmal zu realisieren das man lebt, und das man sich voll darüber freut da zu sein, einfach sein zu dürfen ohne was auch immer geleistet haben zu müssen, so wie man sich über ein Baby freut, das ausser süß rumglucksen auch nicht mehr kann.

Ich habe einfach gut diesen Monat gelebt. Ganz normal, unspektakulärer Alltag mit vielen kleinen aha Erlebnissen ob beim Nähen wo ich immer mehr meine Unsicherheit etwas neues zu Lernen bewältige, indem ich realisiere ich darf (dort) Fehler machen, es reisst mir niemand den Kopf ab und ich kann weniger Stress haben beim Lernen.

Ich darf und soll ja während dieser Anstellung in der Nähwerkstatt ausserhalb 2-3 Praktika machen. Eines davon habe ich nun vereinbaren können mit meiner Pfarre. Dort bin ich ja ganz gut Ehrenamtlich tätig ( Bibelteilen und Alphakurs, Sternsinger und mal Pfarrcafe) und daher kennen sie mich schon ein Stück weit. Freue mich darauf, auch wenn ich gleich wieder wie meist aufgeregt bin ob ich alles leisten kann was gefordert wird. Die Zeitspanne und Aufgaben verabreden wir noch nächste Woche.

Ein zweites Praktikum habe ich angefragt beim LKH Landeskrankenhaus im Bereich Seelsorge. Die Frau habe ich zufällig letztes Jahr in der Kirche ebendort kennengelernt, sie suchte jemanden zum Mitsingen am Beginn Dezember Advent und am 24.12 selbst. Habe dann spontan zugesagt und mitgemacht. Es war sehr berührend für die Kranken zu singen. Besonders nahe ging mir die Psychiatrie Stadtion wo ich selbst ambulant gewesen war während meiner akuten Psychose. Da musste ich schon ein bißerl schlucken. War auch eine gute Möglichkeit zu sehen wie „normal“ es letztlich dort zuging vom Krankenhausbetrieb her. Bin gespannt ob es klappt, sie hat mir ja auch ein Ehrenamt angeboten aber da ich schon zwei,Obdachlosenheim und Pfarre habe, dazu Job und Ausbildung – Lernen bin ich mehr als ausgefüllt.

So die Sonne scheint eine kleine Runde hinaus ins Leben.

Einen schönen Frühlingsbeginn euch, Lg, Bernadette

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