Ich fühle mich so leicht…

Was war ich für ein Wonneproppen

Ja, ich fühle mich so leicht, weil ich gerade realisiert habe, das ich keine Lust mehr darauf habe mich zu verstecken. Das klingt ein bißchen eigen, wenn man ja ganz öffentlich einen Blog schreibt. Ich schreibe hier unter meinem Firmnamen Bernadette der von der Bernadette aus Lourdes inspiriert ist. Mein Taufname aber ist Doris, das bedeutet Gottesgeschenk. Geboren bin ich in Salzburg, und nach Trennung meiner Eltern von Zell am See, nach Stadt Salzburg und bald wieder weiter nach Graz gezogen. Wo ich dann bis zu meinem 19 Lebensjahr gelebt habe und dann ins Ausland gegangen bin.

Ich habe ja schon öfters über meinen Wunsch berichtet, in die Pastoralarbeit zu gehen, was im Moment gerade einen Realitätscheck unterläuft, ob ich wirklich die Energie dazu habe, bzw. für den Weg erstmal dorthin. Ich weiß es nach wie vor nicht. Habe aber bis jetzt Angst gehabt, das wenn irgend jemand im Pastoralamt oder auch nur meiner Pfarre – und damit kirchlichen Kreisen mitbekommen könnte das ich erkrankt bin, genauer an was! ich erkrankt bin, ich mein Ziel einstampfen kann.

Wieso gehe ich davon aus? Zum einen lebt die Kirche ja ganz stark Caritas, also die Nächstenliebe, oder konkret die Fürsorge ob in Pfarre – Seelsorge, oder für Obdachlose, Flüchtlinge, Kranke, Mütter etc. Dazu braucht es aber auch starke Menschen die diese Arbeit leisten. Man hat schon mal von einem Pfarrer vielleicht gehört der an Depressionen leidet oder Burn out hat. Aber nicht von Angestellten die eine Psychose haben oder hatten. Und vielleicht wäre es an der Zeit ob dann in Vorstellung bei Kommission, oder sogar jetzt das zu transportieren, bzw. als erstes es nicht mehr zu verstecken. Denn es ist die Frage, inwieweit kann ich einen Job antreten, wenn ich wüßte das ich ab und an mal krank bin. Also etwas chronisches hab und das nicht transportieren was das ist. Welcher Arbeitsgeber stützt da einem den Rücken? Oder man spricht es nicht aus, ist aber eben öfters krank, und wird dann deswegen gekündigt. Natürlich könnte ich auch sagen, ich warte mal ab, bis nächsten Februar vielleicht habe ich mich bisdahin total erholt.

Aber Hand aufs Herz im Moment, und überhaupt nicht im Moment spüre ich das ich auch wenn die Krankheit nicht ganz akut wieder ausbricht, ich doch meinen Energielevel nicht mehr so hinbekomme wie in gesunden oder jungen Jahren. Ich weiss nicht ob ich sie kontaktieren werde (das Pastoralamt) oder ob ich es einfach so stehenlasse und einfach die Angst vor Entdeckung wenigstens mal abgelegt bekomme. Oder der netten Pastoralassistentin die ich aus meiner Pfarre kenne, und ihr angedeutet habe das ich krank bin, mich als einen ersten Vertrauensschritt öffne.

Und im privaten Bereich, was wäre wenn jemand diesen Blog in die Hände bekommt? Dann hätte derjenige eben ein runderes Bild was ich neben der fröhlichen Bernadette noch so alles bin. Und das ist ok. Ich will mich nicht länger dafür schämen oder schuldig fühlen. Ich denke mir oft, Schwarze Menschen können sich auch nicht überlegen ob sie sich outen wie Juden, Christen, oder Homosexuelle. Sie sind immer erkennbar und müssen damit leben wie Menschen auf sie zugehen oder weggehen. Aber sie sind immer die gleichen, nur die Projektionen der Menschen macht sie anders.

Ich weiß nicht wie es weitergeht. Ich weiß nur ich bin ich. Ich bin Bernadette, die auch Doris ist. Die Fröhliche, Sonnige, optimistische und die ganz sensible, wankende, abrutschende. Und vieles mehr. Und ich will leben.

Habt Mut manche Masken abzulegen, und darauf zu vertrauen das wir angenommen werden, vielleicht nicht von allen Menschen, aber das sich ein Weg zeigt wo man authentisch und aufrecht den beschreiten kann. Oder hopsend vor lauter Freude am Sein.

Lg, Eure Bernadette

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