Krass wenn Klarheit einen erwischt und wehtut

Leute es ist 0.42! und anstatt ich schlafe um morgen fit zu sein für den Job bin ich völlig aufgelöst. Ich hatte heute ein Treffen einer ignatianischen Gruppe mit anderen Frauen, das war nett und ich schaue mir das nochmal an. Einer dieser Frauen ist nun Pastoralassistentin, bingo, und hinterher in der Kneipe, befragte ich sie dazu, und sie gab Antworten klarer als jemand anderes zuvor.

Sie hatte bereits während des Theologischen Kurses (Pflicht vor Ausbildung Pastoral) in einer Pfarre ungelernt gearbeitet. Und sie sagte sie wäre von einem Mitarbeiter bei der Komission in Stellung gebracht worden. Und das wäre so üblich.Also nicht von wegen alle Bewerber hätten eine reale Chance, sondern nur die mit Vitamin B.

Zweitens, wußte das nur wenige genommen werden, nun erfahren, nur !2 Leute pro Bundesland pro Jahr. Also fast keiner.

Und drittens ganz ungeschönt meinte sie sie denkt ich wäre den sicherlich zu alt.

Ja Leute, ich habe keine Lobby, keinen Stallgeruch weil ewig auch noch im Ausland, eine zu bunte Biographie, und bin noch zu alt.

Das ich erkrankt bin, habe ich ihr nicht erzählt. Für mich ist mittlerweile klar würde das die Komission wissen, würden die mich nie nehmen, für gar keinen Job. Denn ehrlich niemand auf dem Arbeitsmarkt nimmt eine die eine Psychose hatte, und ev. wieder erkranken kann. Und im letzten halben Jahr habe ich gesehen das es keine einmalige Sache ist, sondern ich immer wieder mal unstabil werde, gerade bei Stress. Einmal auch Stress und Medis Reduktion.

Ich bin so geknickt. Hatte heute erst in Theraphie darüber gesprochen was das Gespräch bei der Seelsorgerin vom Krankenhaus, wegen Praktikum, bei mir ausgelöst hatte. Und ich nun ernsthaft über Frührente nachdenke. Mir es dabei aber sehr gemischt geht. (siehe vorangegange Posts)

So ungefiltert hat das noch keiner gesagt, ich hab grad trotz aller Bedenken die ich schon hatte, richtig einen Schock. Ich weiss nicht ob ich es morgen zur Arbeit schaffe, ob ich schlafen kann.

Warum trifft es mich so? Weil ich mir so verulkt vorkomme in dem Bemühen mit Kurs und Ehrenämtern soviel Zeit, Engagement, Nerven, Finanzen investiert zu haben, das alles für nichts.

Mache ich nun überhaupt noch weiter? Freitags habe ich Prüfung in Wien? Im Herbst hätte ich den vollen Stress von 4 Prüfungen in 2 Monaten zu bewältigen, davor graust es mir eh voll. Und eine schriftliche Arbeit noch abliefern. Und das mein Vater noch das Wochenseminar bezahlen müßte im Sommer, das eh nur stressig ist, all das könnte ich mir sparen.

Aber wird mich jemand noch ernst nehmen, wenn ich jetzt selbstbestimmt aufhöre, bevor ich reinen Wein in einem Jahr von Komission eingeschenkt bekomme. Muss mir jemand anderes absagen, das es gilt?

Ich fühle mich so nutzlos gerade. Müde. Die Unterlagen aus Berlin, Rentenversicherung sind leider nach Wochen auch noch immer nicht da, und ohne die kann ich nicht mal den Antrag hier probeweise ausfüllen. Würd am liebsten einen Schlafsack packen und abhauen ans Meer.

Wie soll es bloß weitergehen?

Ratlose Grüße, Bernadette

Ein Kommentar zu „Krass wenn Klarheit einen erwischt und wehtut

  1. Ach je, lass dich nicht so runterziehen. Ich erlebe dich als sehr motivierten und liebenswürdigen Menschen und denke, dass du durchaus Chancen hast. Meine Mutter hat ihr katholisches Theologiestudium auch erst mit 50 gemacht und kann arbeiten und Wortgottestdienste und alles halten. Normal gibt es für das alles ja viel zu wenige Leute – zumindest in Deutschland.

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