Beheimatet ?

Alte Lok, Neuseeland

Heute hatte ich Theraphiestunde. Nach Reden über die ganze Ausbildungssituation und wie müde mich das macht. Sprach meine Thera plötzlich an, wie sehr sie mich alleine sieht, oder unbeheimatet und das sie das traurig macht.

Ich hab mich dagegen gesträubt, wies sie darauf hin wieviel ich mir ja in den beiden letzten Jahren aufgebaut habe hier in Graz. All die Kontakte in den Ehrenämtern, aber auch ein wenig private Kontakte. Aber ob wenig oder viel es gibt Menschen die sich freuen wenn sie mich sehen.

Macht das Be-heimat-ung aus? Ein bißchen schon. Klar an Feiertagen besonders bin ich meist alleine, weil da die Leute mit ihren Familien sind oder ihrem Partner. Daran habe ich mich seit vielen Jahren gewönnt. Das ich da meine eigenen Kreise ziehe. Das ist allein sein, auch wenn ich mich nicht immer einsam dabei fühle.

Auf Arbeit sagte das eine der Teamleiterinnen auch im Gespräch, das sie mich oft traurig ausschauend sieht. Dem gegenüber finden mich so viele Leute auf den ersten Blick lustig, oder komme lebensfroh herüber. Ich glaube beim Nähen, bin ich oft so konzentriert und manchmal auch noch im Gebet, das es vielleicht ernsthafter aussieht als es ist. Und wenn ich lustig bin, dann bin ich öfters ernsthafter dahinter als es aussieht.

Wohin gehöre ich? Gute Frage. Ich bin in meiner Wohnung zuhause, aber sie ist nicht mein Zuhause, sondern eine Be-hausung, wo ich vorübergehend, Jahre?, meine Sachen abgestellt habe und sie nütze beim Kochen etc. In der Natur bin ich zuhause, auch wenn mir kein Grundstück gehört, kein Tier im Wald, aber ich bin verbunden, lasse mich ein, darf dort so sein wie ich gerade bin, ganz ungeschönt. Darum bin ich dort so gerne.

Es fällt mir schwer, das Leute mich wirklich so mitbekommen wie ich wirklich bin, oder mich gerade fühle. Ich habe gelernt ganz vorsichtig mit Leuten zu sein, es ist immer die Idee oder Angst da, sie könnten doch wieder weiter gehen, oder mich zurück weisen, weil ich zuviel bin, weil ich so anders bin, ein bißchen komisch denke ich mir. Eigen.

Wie auf einer eigenen Wolke wohnend. Vielleicht spürt man auch durch, das ich oft in meinem Leben am Ringen war ob ich hier im Leben sein soll, darf….Das macht auch eine unwirkliche schwebende Situation.

Wie ich letztes Jahr den Weg zu meinen Gelübde gefunden habe, da war ich sehr stark hier, das war so eine Erleichterung und Freude meinen Weg, Platz gefunden zu haben. Aber da ich keiner Gemeinschaft angehöre, also Orden, ist dieser Platz im inneren zu finden in meinem Herzen.

Reicht das nicht. Muss es immer ein materieller sichtbarer Platz sein wo man zuhause ist. Be-greif-bar? Ist es nicht viel wichtiger im Herzen immer wieder mal zu spüren das ich von Gott angenommen bin, und mich da verbunden fühle, und das ab und an mit Menschen in der Begegnung leben kann.

Nein, ich bin zu oft umgezogen, zu viele Familienmitglieder begraben, zu oft …….zu viele Wechsel auf vielen Ebenen. Aber letztlich bin ich.Da. jetzt. hier. Mein Herz schlägt. Das muss genügen. Und dann bricht das Gefühl der Verbundenheit wie ein kleiner Sonnenstrahl in mein Leben und läßt mich teilhaben wollen am Leben der anderen. Hier. Jetzt. Morgen.

Lg, Bernadette

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