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Nun habe ich die Woche Schrittchenweise Leuten Freundinnen, Berliner Freund, und Verwandten Pa und Neffe Bescheid gegeben, über meine Entscheidung der Absage an die Ausbildung.

Hat mich immens gestreßt wie die eigentliche Entscheidung, war eine sehr dünnhäutige Woche, gefällt mir nicht, das ich realisiere wie ich manchmal am Boden kratze. War mehr als einmal versucht meine Thera anzurufen, hab es mir dann aber „aufgespart“. Hab Gott sei Dank morgen wieder Theraphie. Mir hat dabei das Schreiben hier und in meinem Forum, und Gebet genützt. Hab mir auch vor Augen geführt was gutes oder schönes in nächster Zeit geschieht, damit ich kleine Ziele vor Augen habe. Mein Praktikum in Pfarre nächste Woche, die Priesterinnenweihe meiner Therapeutin die ja Alt-katholisch ist, da bin ich eingeladen. Und dann im Sommer mein Gelübde ablegen, das wird noch was……

Das mein Vater verständnisvoll reagiert hat, freut mich am meisten, da ich wie ein Kindchen mit 50stem Lebensjahr voll gestreßt war. Er ist einfach so ein Leistungsmensch, fast nie krank, hat zwar einige Unfälle gehabt, aber so ein Elan auch noch mit fast 80 Jahren das ist immens. Kenne kaum so eine fitte Person in seinem Alter, fährt noch Schi, organisiert die Pensionistin für Reisen, engagiert sich im Hilfswerk, arbeitet nach Rente noch freiberuflich.

Und da komme ich daher, hab nie seinen Wunschtraum erfüllt, Abi + Studium + Karriere + sicheren Posten. Dafür prekäre Jobs wo ich grade mich ernährt hab und in Armut gelebt habe. Das erfüllt nicht das Vaterherz, obwohl ich auch mit ihm schon mal gerungen habe, das er all die harte Arbeit wie z.B. in Krankenpflege ambulant schon mal anerkennen könnte.

Und da er nun die Kurskosten für den Theologischen Kurs übernommen hat, und sich auch bereits so gefreut hat das ich P.A. werde, fühlte ich mich ihm besonders verpflichtet. Das es immer in den Sternen stand ob die Komission der Ausbildung mich nimmt, hat er glaube ich nicht so realisiert.

Auch wenn es nicht gleich verständlich ist für alle das ich „zu krank“ bin, weil ja nicht so sichtbar für die Leute, geben sich bis jetzt alle Mühe es zu verstehen. Dafür bin ich echt dankbar.

Und dann habe ich sogar noch eine entfernte Tante angeschrieben die früher Psychologin war, ob sie vielleicht wenn es paßt mal mit Pa redet über die Krankheit. Bzw. weiß das er so etwas seinen Geschwistern nicht erzählt, und ich will das er aus dieser Heimlichkeit rauskommt und so selbst auch mal Druck abbauen kann. Die hat voll nett geantwortet.

Ich hoffe das die bedrohlichen dunklen Gedanken nun wieder abziehen, und ich langsam Ruhe und Frieden wieder bekomme. Mein Selbstwertgefühl wieder auflebt.

Lg, Bernadette

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