Praktikum Pfarre

Die letzte Woche hatte ich mein erstes Praktikum in meiner Pfarre. Anfang Juni ist dann dort eine zweite Woche vereinbart. Ich kenne die Pfarre bereits aus Gottesdienstbesuch, Pfarrcafe, an Kursen teilnehmen und selbst Ehrenämter ausüben. Wie z.B. einen Alpha Kurs, also Veranstaltungen an einem Abend zu einem bestimmten Thema, das von einem Referenten vorgetragen wird.

Nun im Praktikum war ein so ein Alpha Abend auch meine Arbeit. Dann sehr vielfältig an Teamsitzungen teilnehmen, die Projekte in der Pfarre bespricht und gestaltet. An der Wochenplanung mit dem kleinen Kreis des Pastoralteams teilnehmen wo die Woche aber auch einiges darüber hinaus geplant wird. Mein Gelübdetermin wurde eingetragen und ich bekomme für hinterher Cafe & Kuchen einen Clubraum in der Pfarre zur Verfügung gestellt. Muss ich nur noch Freundinnen bitten das sie Kuchen backen.

Dann waren als Dankeschön und Anerkennung für oftmals ungesehene Arbeit 24h Pflegerinnen eingeladen in die Pfarre. Sie kommen meist aus anderen Ländern Rumänien, Kroatien, Ungarn etc und sind ausgebildete Pflegerinnen und wohnen meist 2-3 Wochen bei einer Person die sie betreuen eben rund um die Uhr. 2h! am Tag sind frei. Und dann fahren sie 1-2 Wochen nach Hause, bis der Turn wieder von vorne beginnt. Dadurch können sie kaum Leute auch kennenlernen, es ist ja keine Zeit da. Sie haben sich sehr gefreut, wir haben eine kleine Führung durch unsere Kirche organisiert und ein Orgelspiel, dann Kuchen & Cafe, und natürlich mußten viele Photos gemacht werden mit dem Pfarrer vor allem :).

Dann war noch ein Firmabschlußtreffen und am nächsten Tag zwei Gottesdienste zur Firmung. Über 80 Firmlinge und ihre Paten und Familien. Da war die Kirche voll aber hallo. Ich war für Willkommen und Ordnerdienst eingesetzt. Zum Glück haben sich 99,9 % der Besucher sehr gut benommen. Jeweils pro Messe gab es zwei Frauen die unglaublich Angst hatten zu kurz im Leben zu kommen, die eine nörgelte ohne Ende das sie nicht vorne sitzen konnte, aber das war ja der Platz für die Firmlinge, die andere wollte zu früh in die Kirche hinein obwohl noch die Vorgänger Messe lief. Die beiden waren stressig, war so froh, das sich alle anderen so gut verhielten. Bei Leuten wie diesen frage ich mich aber wie kann man so wenig selbst hinterfragt sein, und wo hat sie bitte die Christliche Botschaft ereilt?

So ging die Woche im Flug vorbei, ich fühlte mich wohl. Hatte zwischendurch einen Moment zu knabbern, weil nun ja entschieden war das ich mich nicht mehr für diesen Beruf Pastoral Assistentin bewerbe. Ursprünglich hatte ich deswegen ja das Praktikum vereinbart. Für Ehrenämter in Zukunft ist es natürlich auch ein guter Einblick. Wenn man gratis arbeitet, kann man das rund um die Uhr! und keiner schaut hin ob man gesund ist.

Die Einladung peu a peu zu meinem Gelübde hat auch die Stimmung gehoben. Obwohl mir hier mittlerweile bewußt ist auch nach ablegen, bin ich noch immer ich, das heißt ich nehme alle Probleme neben dem Schönen mit in den neuen Lebensabschnitt. Hab ein bißchen Angst vor anderen und meinen eigenen Erwartungen, muss da noch genau hinschauen, damit ich dann nicht runterfalle nach Feier.

Lg, Bernadette

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