Kinder wie die Zeit vergeht

(Me in Auckland, New Zealand in Choir Clothes)

Es ist schon wieder ein halber Monat rum seit ich hier in meinem Blog war. Was ist alles geschehen von dem ich berichten will? Ganz schön und wirklich besonders war die Priesterinnen Weihe ! meiner Therapeutin zu der ich eingeladen war.

Sie ist ja Alt-katholisch und da dürfen Frauen auch Diankonin und Priesterin sein. Sehr wohltuend, ich hoffe das es das irgendwann (hm 300 Jahre?) in meiner röm.Kath. Kirche gibt und die Herren der Schöpfung realisieren das ihnen niemand damit etwas wegnimmt, sie nicht zu kurz kommen, sondern das es bereichernd sein kann wenn Frauen und Männer in ihrer je eigenen persönlichen Berufung Seite an Seite in ihren Kirchen für die Menschen da sind.

Es war so schön, Thera einfach so glücklich zu sehen, so ganz eins mit allem schien sie mir, und so berührt. Hatte ein wahres Grinsekatzengesicht die Gute. Konnte ihr das so gut von Herzen wünschen. Wird bestimmt eine gute Priesterin, da ich ja zu ihren Gottesdiensten schon öfters gegangen bin die sehr kreativ sind und mit viel Engagement gestaltet werden.

Am selben Abend hatte ich dann noch mal ein sehr dunkles Einknicken, man ist leider dann doch versucht, sich zu vergleichen, bzw. zu hinterfragen wo stehe ich, und das fiel für mich wo ich in Abschieden bin nicht gut aus. Konnte auch alles andere da gerade nicht sehen. Diese Dunkelheit und Dünnhäutigkeit hat sich langsam wie ein Schleier im Laufe des Monats gehoben.

Meine eigene Gelübdefeier nimmt Gestalt an, bzw. die Feier noch nicht aber wer kommen wird, und Glück wer dann Kuchen mitbringt, will hinterher ja kleine Feier machen einfach mit Cafe & Kuchen im Pfarrhaus.

Und bin einen großen Schritt weitergekommen, oft habe ich mich in diesem Jahr ja gefragt was ist dann die Berufung – der Ruf in dieser Berufung. Als sprich was will ich da besonders reinlegen, betonen, nachgehen, wozu fühle ich mich aufgerufen. Hab das in Theraphie reingetragen und geistliche Begleitung. Und merke so lernreich meine Ehrenämter und Engagements sind, sind sie nicht das ausschlaggebende.

Sondern realisiert was mich wie ein positiver roter Faden mein Leben lang begleitet von Kindheit an, ist das ich ins Gebet gehe und es suche. Und plötzlich war es wie das ein Knoten geplatzt ist. Ich bete ja mittlerweile jeden Tag (mit ganz wenigen Ausnahmen) mit Zeit, und habe nun realisiert wenn ich das in den Mittelpunkt meines Lebens stelle und die Wichtigkeit zugestehe die mich da treibt dem noch mehr nachzugehen. Dann spürt sich das plötzlich an, wenn alles einen Sinn macht. Als hätte ich meinen Auftrag gefunden.

Es ist sicherlich wieder etwas wie meine Gelübde was viele schwer fassen können, denn es ist keine Leistung die produziert, die man herzeigen kann, nicht mal richtig nachweisen kann man so ein Gebetszeit. Wieder etwas sehr immaterielles und doch so voller Substanz.

Beten macht mich glücklich, ruhig, bei mir ankommend, hinhörend zu Gott, mich und Gott und andere mehr wahrnehmend, klarer, verbundener, eingebundener. Es ist ein Beziehungsgeschehen voller Liebe anders kann ich es nicht beschreiben. Und die Impulse die ich bekomme im Zu-hören und innerem Sehen – innere Bilder weisen mir den Weg. Woher weiß ich das es nicht von mir kommt, was von Gott kommt. Oft sind es die unbequemen Antworten oder Hinweise, Impulse die da kommen. Wie mit der Bewerbung für die Ausbildung das loszulassen, das hat ein 3/4 Jahr gebraucht bis ich diese sehr klare Hinweise annehmen konnte. Es kostet mich auch immer wieder einige Tränchen im Gebet Realitäten anzunehmen, es ist also keine Weltflucht, sondern bringt mich mehr in die Welt, aber losgelöster von den vielen Verstrickungen.

Wie das in meinem Alltag noch aussehen kann, diesen Weg will ich wagen, suchen, herantasten. Aber ich merke wenn ich mich da mehr einlassen kann, das sich da einiges noch ändern wird. Und das freut mich.

Eine Schwester von einem Orden hat mit mir in einem Telefonat gesagt, wie schön und mutig sie meinen Weg findet und wie klar er ist und das ich auf jeden Fall dranbleiben soll im gerufen werden. Das hat mir so viel bedeutet, schon weil es von einer Schwester kommt die schon lange ihren Weg mit den Gelübden geht.

Ich möchte mich bei dir bedanken lieber Gott, liebe Maria und Jesus das ihr mich geleitet und mich nicht fallen läßt, bei all den vielen Kämpfen die ich schon innerlich und manches äußerlich durchgemacht habe. Es ist nicht alles gut gerade, aber ich bin am richtigen Weg, meinem Weg und ich gestehe mir diesen zu.

Lg, Bernadette möge Euch Gott auf Euren ganz eigenen Wegen beschützen und leiten und ihr gewillt sein zuzuhören was Euch ruft.

4 Kommentare zu „Kinder wie die Zeit vergeht

  1. Ich mag deinen wilden Lockenkopf, der rockt!

    Interessant, dass deine Therapeutin jetzt auch Priesterin ist. Sowas habe ich noch nie gehört, dass jemand beides sein kann. Bringt sie denn viel geistliches mit in die Therapie? Kann mir schon vorstellen, dass das auch mal das Psychotische triggern kann oder kannst du das gut verarbeiten?

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    1. Hihi ja meine Locken stehen meist so wie sie wollen :).

      Bei den Altkatholiken hat nicht jeder Priester/in eine eigene Pfarre, gibt ja nicht so viele. Daher werden die keine Pfarre haben „eingesetzt“ zu Messen, Taufen, Begräbnissen etc nach Zeitmöglichkeiten. Ansonsten bleiben sie in ihren normalen Berufen. Meine ist sehr gerne Therapeuten, und eine supergute daher bin ich froh das sie das weitermacht.
      Sie bringt von sich aus wenig geistliches in Theraphie, aber da es ja mein Lebensthema ist, ist es immer wieder manchmal Thema, finde da gerade gut das sie christlich aber eine andere Konfession/anderer Blickwinkel da ist.
      Psychotisch triggert sie überhaupt nichts bei mir. Manchmal wenn es halt ans eingemachte geht in Theraphie geht es mir vorerst nicht so gut, bis ich es wieder verarbeitet habe, es sich beruhigt.
      Lg, Bernadette

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      1. Ich dachte auch nur, dass das zum Problem werden könnte, wenn man in seiner Psychose vor allem so Themen wie Religiosität, Religion und so hatte. Das hattest du ja nicht, oder?
        Ich habe in Psychosen zum Beispiel geglaubt, ich sei ein Engel und hätte einen göttlichen Auftrag. Ich kann deswegen nicht so viel über Religion reden ohne nicht wieder ein bisschen Symptome zu kriegen.

        Freut mich aber für dich, dass du mit deiner Therapeutin einen so guten Griff gemacht hast! Therapie ist sehr viel wert, wenn sie vom richtigen durchgeführt wird und Patient und Thera zueinander passen.

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      2. Nein ich hatte zum Glück weder in Psychose 2017 noch in Präpsychose 2018 das Thema Religion oder Visionen etc. Meine Symptome haben dieses Thema nicht berührt, daher bin ich weiterhin sehr frei da.

        Ja eine gute Thera ist schon Gold wert, ich glaube bei dir zu lesen das du auch eine sehr gute hast. Lg, Bernadette

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