Filmabend

Healing Homes

Heute möchte ich mal auf Filme hinweisen die ich gerade geschaut habe die Tage.

Der eine handelt von Healing Homes, Menschen, Landwirte in Schweden in Zusammenarbeit mit Familienpflege Stiftung, heißt Therapeuten, die Menschen mit Psychosen, Selbstverletzungen etc aufnehmen und zusammen wohnen.

Ich fand diese Doku recht berührend, weil sie zeigt das hier nicht das Schema ist, hier Pflegpersonal – und da die „Verrückten/Kranken“ sondern das Menschen aufgenommen werden und mit ihnen leben. Und ja wenn die Kühe gemolken werden müssen ist das so :).

Sie sind auch als Organisation eingestellt den Leuten zu helfen die Medikamente zu reduzieren, oder wenn es geht ganz abzusetzen. Bei dieser Topic tue ich mir schwer, denn einerseits hat es mir in Psychose geholfen, und sei es nur das es die Symptome gedämpft hat, oder das es mich stabil hält – vermutlich?, auf der anderen Seite glaube ich nicht an eine Jahrelange – Jahrzehnte Einnahme von Medikamenten denn alleine die Nebenwirkungen aber auch wie das Hirn „umgebaut“ wird ist ein hoher Preis.

Ganz abgesehen vom „Gewöhnungscharakter“. Ich möchte aber Menschen die Medis nehmen, nicht wie Antipsychiatrie Leute oder 12 Punkte Programm Leute, sie als süchtig hinstellen. Denn ist ein Diabetiker süchtig, oder bekommt er sein Medikament? Ich werde da noch meinen Weg finden, aber schwarz/weiss mag ich nicht. Das wichtigste in diesem Film und im nächsten finde ich gar nicht per se ob sie Medis nehmen, sondern was doch vieles andere, sei es einfach angenommen werden, menschliche Wärme, Akzeptanz Menschen sie gesunden läßt.

Der nächste Film: Take These Broken Wings“ ist ein 75-minütiger Dokumentarfilm über die Genesung von Schizophrenie ohne Anwendung von Medikamenten, mit Joanne Greenberg (Bestsellerautorin, „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“), gesund seit über 50 Jahren, und Catherine Penney, gesund seit über 30 Jahren. Interviews mit Peter Breggin, Robert Whitaker und Bertram Karon. Ein Film von Daniel Mackler.

Hier muß man klar sagen, soviele Therapiestunden die die Frauen bekamen bei einer 5-6! x die Woche geht das für die meisten Leute nicht, weil nicht bezahlbar von einem selbst, oder über Kasse. Auch muß man sehen, hat die Autorin Greenberg lange in einer Psychiatrie gelebt. Das ist immer die Frage wenn man akut ist ob Psychose, oder Psychose/Schizophrenie (sofern man eine Unterscheidung machen will) ob man per se da alleine leben kann wenn es sehr heftig ist. Ich denke manche können nicht mehr für sich sorgen im Akutzustand. Ich konnte es, hat mir aber sehr viel abverlangt, alles auf die Reihe zu bekommen.

TAKE THESE BROKEN WINGS, Dokumentarfilm über Schizophrenie, Genesung ohne Medikamente (German)

In beiden Filmen sieht man eines sehr klar, das Vertrauen wächst ob zur Familie, oder zu Therapeuten, Beziehungen wachsen, Menschen fühlen sich geborgen und strecken wieder ihre Fühler aus.

Ich wünsch uns allen das wir wenn wir Hilfe benötigen Menschen treffen denen wir vertrauen können, die für uns da sind, denen man auf Augenhöhe begegnen kann/darf, und wo ein ganz individueller Heilungsweg und Lebensweg möglich ist.

Lg, Bernadette

Ein Kommentar zu „Filmabend

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