Remember RIP Ma

Heute ist der 18 Todestag von Ma, also sprich meiner Mutter. Das ist echt urlang her, das sie gestorben ist. Sie hat die letzten Lebensjahre in Deutschland verbracht, und Leute zuhause gepflegt, manchmal sogar an verschiedenen Orten. So hatte sie zuletzt eine Wohnung in Bonn, und Job in Köln und glaube Würzburg. In Köln ist sie dann auf dem Fahrrad unterwegs gewesen, ordnungsgemäß, es regnete und ein Autofahrer Herr S. fuhr auf seiner Seite und rutschte laut Protokoll wegen Aquaplaning auf ihre Seite und in sie hinein.

Sie war sehr zer-brochen, und kam in die Intensivstation, die Polizei, merde brauchte echt trotz Zugang zu ihrer Wohnung 4 Tage bis sie gequeckt hatten das ihre nächste Verwandte sprich ich als letzte übrig gebliebene Tochter in Berlin wohnte und informierte mich das sie im Sterben lag. (das alles noch ohne Handy und Internet) Fuhr total geschockt mit dem Zug am nächsten Tag nach Köln und eilte an ihr Krankenbett. Da lag sie im Koma, trotzdem sprach ich mit ihr, alles was mir einfiel sowohl ausgesprochen als auch innerlich. Es kamen Bilder in meinen Kopf wo sie auf eine Blumenwiese gehen wollte mit lauter schönen Edel?steinen und spielen was sie nie hatte dürfen. Und dann plötzlich der Befehl an mich du mußt jetzt zurück gehen, sprich raus aus diesem „Bild“. In dem Moment wo ich das tat, starb sie.

Ich mußte dann alles regeln, mit Krankenhaus, ihre Wohung auflassen – entrümpeln lassen, ihre Beerdigung einleiten – Überfuhrung des Sarges nach Österreich. Das mußte da muß man schmunzeln mit einem Eisensarg passieren über den Holzsarg, soviel zur EU. Das Bestattungsunternehmen verdiente gut daran, zum Glück mußte Herr S. oder seine Versicherung das alles bezahlen, ich hätte es auch nicht gekonnt. In Graz liegt sie nun auf dem selben Friedhof von meiner älteren Schwester, aber nicht nebeneinander das war mir wichtig weil so viel vorgefallen war.

Wie erinnere ich mich an Sie? Das ist ganz schwer, weil so vieles verschiedenes mit ihr und durch sie passierte. Sie war grob gesagt, auf der einen Seite ein fürsorgliche Bildungsbürgertum Mutter, die mit einem spielte, bastelte, auf lange – puh Wanderungen ging, schwimmen, in die Kirche zur Messe, Klassik wurde gehört und nur gute Literatur gelesen. Nach der Scheidung als ich noch ganz klein war, mußte sie auch zusätzlich zu drei Töchter großziehen noch arbeiten gehen.

Und da waren ihre dunklen Seiten. Der Hass auf meinen Vater, auch all die Jahre nach der Scheidung, und ihre Unfähigkeit uns zuzugestehen das wir ihn lieben dürfen. Wurde gerne mit „Sanktionen“ belegt. Ihr mir vorhalten das sie mich die jüngste eh nie hatte bekommen wollen, und zu allem Überdruß eh fast (angeblich) bei meiner Geburt gestorben war. Das hielt sie mir ein Leben lang vor.

Ihre schwer verletzte Seite wo sie als Kind selbst von ihrer Mutter schwerst mißhandelt worden ist, ohne es zu schaffen sich von dieser zu lösen. Ihr Unwillen sich Hilfe zu holen, bin ja nicht verrückt, dafür alle anderen – auch ich- und Theraphie ablehnte oder überhaupt eine Diagnose erstellen z ulassen. Unsere Spurensuche über die ganze Kindheit was ist wahr was sie sagt und tut, warum „verfolgen“ Menschen Sie? Viele Ungereimtheiten, erst nach Diagnose meiner Schwester an Schizophrenie erfassten wir das meine Mutter ebendiese Krankheit haben mußte. Noch viel später waren ihre Symptome wie aus dem Lehrbuch dazu.

Wenn etwas schlimm an psychischen Erkrankungen ist, dann das Menschen sich nicht helfen lassen wollen, insbesondere Eltern und so ihre Kinder vielen ungeklärten bis hin zu angstmachenden Situationen aussetzen. Die letzten Jahre trafen meine mittlere Schwester und ich sie nur gemeinsam mit meinem Schwager weil wir Angst vor ihr hatten, weil sie ganz plötzlich in Stimmung schwanken konnte und sehr agressiv war. Als sie starb, war es ein Schock weil so plötzlich, aber auch ein Stück Erleichterung, auch wenn das hart klingt, trauern konnte ich länger nicht, eher um all das was in Kindheit passierte und wo ich sie das schon als Mutter verloren hatte durch Grenzverletzungen ihrer Seite.

Und doch hüte ich die eine oder andere gute Erinnerung an sie wie ein Schatz, wo man sich an sie angekuschelt hat, wo sie aufmerksam da war (das verlor sich dann immer mehr war ganz oft abwesend) ihre leckere Küche.

Eines weiß ich, sie ist bei Gott und ich hoffe er hat alle ihre Wunden geheilt und ihr all die Liebe geschenkt die sie zu Lebzeiten vermißen mußte.

Danke Ma für ja – vieles. Lg, Bernadette

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s