Einbruch und täglich grüßt das Murmeltier

Nun ging es mir zuletzt in Klinik und die erste Woche zuhause so gut. Heißt stabil, und nicht einfach nur gut gelaunt, ein Gefühl alte Muster überwunden zu haben, oder Skills zu haben die mir helfen.

Und dann seit Freitag aus dem Himmel heraus, ein Einbruch in diese schöne neue alte Welt. Mehr ein Bewußtsein von meinen klassisch dunklen Gedanken, das sie da sind. Aber auch wieder ein Gefühl, von Sinnlosigkeit, das alles wegrutschen könnte.

Ist es nur eine Reaktion darauf das ich nun ohne Schutz und Beistand von Klinik und Therapien bin? Meine liebe Thera ist ja noch immer krank, brauche ich doch diesen Beistand so sehr. Rein an Terminen hab ich grad kommende Woche manches zu tun, also fad wirds mir nicht. Damit ist ja auch Struktur gegeben. Und es ist nur noch eine gute Woche bis zur Reha.

Aber eines schaffe ich gerade, auch wenn ich traurig bin, das es nicht alles hinter mir gelassen ist, das ich mich nicht mehr schäme, das es nun doch nicht nur das blühende Leben ist.

Traurig macht mich auch das eine Ex-Zimmerkollegin die grad frisch entlassen wurde, gestern Nacht mit Suizidversuch wieder auf die geschlossene eingeliefert wurde. Geht einem schon nahe. Wie fragil wir alle sind. Und das es nicht reicht zu sagen denk und fühl positiv. Sondern schwupps der Boden unter den Füßen wie bei einem Erdbeben einfach wackelt.

Ich versuche meine Skills zu betätigen, spazieren gehen, trotz auch körperlich angeschlagen sein, beten, schreiben, mit Freundin telefonieren und einfach mal ne Runde mehr schlafen – rausziehen aus allem.

Lg, Bernadette

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