Begräbnis Vorsorge

Hi ihr Lieben, jetzt werden sich manche denken nu wirds morbid, oder halt typisch ein Össiblog :). Aber als ich vor kurzem unterwegs in der Stadt war und eine kleine Zeiteinheit frei hatte, vor Termin bei Psychiaterin, bin ich in ein Bestattungsinstitut hineingestolpert.

Hier erst mal klare Ansage, nein ich habe derzeit keine trüben Gedanken. Es war vielmehr der Slogan Begräbnisvorsorge und Sterbegeldversicherung der mich da hineinzog. Ich wollte immer schon mal wissen wie das läuft. Da der größere Teil meiner Familie früh verstorben ist habe ich mit Begräbnissen und teils Organsiation schon Erfahrungen gemacht. Und mir ist dadurch sehr bewußt das man nicht endlich lebt. Nu das wissen alle, aber richtig wissen und fühlen tun es viele nicht, weil es dann doch verdrängt wird.

Mir wurde auf jeden Fall bewußt das nur noch mein Vater als nächster Verwandter lebt, ich hoffe noch lange er ist ein sehr fitter 80er der noch Ski fährt u.a. Das heißt würde ich vor ihm abtreten wäre jemand da um mein Begräbnis zu organisieren und vor allem zu bezahlen. Da ich aber nun mal positiv gestimmt bin, möchte ich mir erlauben das ich meinen Vater überlebe was automatisch heißt, da ist dann niemand mehr der diese Vorsorge für mich in die Hand nimmt.

Ich bin jetzt 50 Jahre, habe rein durchschnittlich als Frau in Ö noch 20-30 Jahre zu leben. Wie will ich also mein Begräbnis gestaltet haben, und was kostet das? Ist auf jeden Fall keine Kleinigkeit dafür könnte man einige Urlaube fahren selbst beim einfachsten Begräbnis.

Wenn ich also kein Sozialamt Begräbnis will, das zwar wie mir Leute mit Erfahrungen mitteilten nicht pietätlos sein muss, kommt eher auf die Leute an die bei dem Begräbnis dabei sind und die ganze Athmosphäre mitgestalten, dann muss ich es selbst organisieren.

Und hier kommt diese Bestattungsvorsorge ins Spiel. Da kann man sich aussuchen, welchen Sarg, Urne, Blumen ja nein, Musik, Pate (Ö für Karte) etc man haben möchte in welcher Preisklasse. Dadurch ergibt sich eine Summe, die man dann in einer Sterbegeldversicherung in monatlichen Raten anlegt, das kann je nach Anbieter verschieden sein, die Höhe und wieviele Jahre man zahlt.

Der Vorteil ist das man ab Tag 1 der Versicherung, wenn man eine gesunden Prüfung gemacht hat, versichert ist, sprich man stirbt (Suizid ausgenommen glaube ich) und es wird bezahlt. Da ich ja nicht gesund bin, und nicht weiss ob es in die Kriterien hineinfallen wird kann ich die Möglichkeit wählen, ohne Gesundenprüfung dann ist man nach 3 Jahren Wartezeit bei den meisten versichert, ausgenommen Unfall da zahlt man automatisch.

Die vielen Möglichkeiten der Beerdigung haben mich erst überfordert, als ich mir das in Ruhe zuhause überlegte, aber meine Therapeutin half mir wieder mal auf die Sprünge indem sie fragte was ist das einfachste und naheliegendste was mir einfällt.

Und ich habe für mich gemerkt, ich hätte doch gerne ein Erdbegräbnis mal. Da die Familie das Grab meiner Schwester hier in der Stadt besitzt, wir zahlen Beiträge das es bleibt, wäre das eine gute Idee mich darin beisetzen zu lassen. Grabstein gibt es auch schon, bräuchte nur noch mein Name darauf und fertig. Einziger Wehmutstropfen pflegen wird es keiner, denn mein Neffe wohnt zumindest derzeit zu weit entfernt und ob er das tun würde steht auf einem anderen Blatt.

Und dann wie ich das so klar hatte, habe ich plötzlich gemerkt, es eilt doch noch nicht, ich warte erst mal bis mein Vater eines Tages adieu sagt.

Dann kann ich mein Servus Programm starten.

Liebe Grüße Eure Bernadette

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s