Todestag und das Leben geht weiter

Heute ist es wieder soweit es ist der Todestag von meiner Schwester der mittleren das Sanwichkind sozusagen die mit 32 an Krebs verstarb. Und am 22.2. hat meine ältere Schwester ihren Todestag sie hat mit 29 Suizid begangen und war als Schizophren diagnostiziert.

Dadurch obwohl es so lange her ist ist der März für mich nach wie vor eine große Herausforderung. Mir Zeit nehmen für die Trauer, zu kämpfen gegen den Sog in dunkle Gedanken die sich mit diesen Todesfällen verweben, meine eigene Traurigkeit und manchmal Unfähigkeit ganz ja zu sagen zum Leben.

In letzter Zeit wechselt eh mein Gefühl zwischen ich habe mir eine gesunde Struktur an Aktivitäten und Treffen mit Menschen geschaffen und ich fühle mich in der Luft schwebend nirgendwo zuhause und frage mich wie ich bitte schön noch ca 30 Jahre hinbekommen soll wenn ich den Durchschnitt Alter nehme also 80.

Es gibt einzelne kleine Momente die mir helfen Lebensfreude zu empfinden und manchmal auch nur zu erinnern auch wenn ich sie nicht ganz spüre. Die Schlüsselblumen die sich herauswagen, die Sonne die uns freundlich gesonnen ist, tollende Hunde die vor Lebensfreude strotzen, freundliche Gesichter die einem entgegenkommen und glatt nicht ins Handy schauen sondern einen anlächeln. Ich merke immer mehr es ist nicht der große Moment der mich im Leben beheimatet sondern die vielen kleinen Gesten im miteinander.

So wie es scheint sind meine Leserbriefe nicht abgedruckt worden, aber vielleicht hat sie ja den einen oder anderen Redakteur oder Praktikanten zum Denken angeregt. Schade aber trotzdem.

Die Erlaubnis zur Sterbehilfe in Deutschland finde ich sehr sehr gemischt. Auch wenn es sicherlich eine Handvoll Erkrankter gibt die Todeskrank sind und schwer leiden und nicht mehr können. Gibt es sicherlich das habe ich in der Altenpflege selbst gesehen viele die meinen das sie nicht mehr können, aber einfach sehr einsam sind und niemanden zur Last fallen wollen. Wird der Druck von aussen den Menschen die mit der Pflege überfordert sind steigen auf die Alten, die Kranken ?

Und was ist mit uns Menschen die psychisch erkrankt sind und so schon öfters mit dunklen Suizidgedanken sich plagen. Will man diesen Menschen es auch noch leichter machen. Ich bin sehr froh von meiner eigenen Geschichte her das ich meine Suizidversuche überlebt habe, auch wenn ich nicht immer ja zum Leben sagen kann. Menschen die sich unwert fühlen, ungesehen, stigmatisiert könnten auch in diese Richtung gedrängt werden.

Letztlich muß das jeder für sich entscheiden welchen Weg er geht. Aber eine Stärkung ins miteinander, zuhören, sehen, sich halten im Alltag wie in den Hospizen könnte soviel mehr bewirken.

Nachdenkliche Grüße Eure Bernadette

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