Corona Virus

Österreich ist keine Insel der Seligen mehr uns hat es erwischt der Corona Virus ist angekommen und sich fleissig am Ausbreiten in ganz Österreich. Wo man am Anfang staunend nach China schaute, Mitgefühl bekam auch für viele andere Länder wie unsere Nachbarn u.a. vor allem Italien, ist nun die tägliche Informationsflut bei uns eingetroffen.

Ein neues Ge-Verbot jagt das nächste. Mein und vermutlich auch dein Internetkonsum hat sich um vielfaches erhöht. Alleine das verarbeiten und abwägen dauert immer einen Moment. So ging es mir zuerst mit den Absagen zu VA und Kursen schade echt jetzt, dann ok ist halt so, geh ich halt spazieren und in den Gottesdienst und treffe Freunde. Schwupps ist das auch adacta gelegt, Messen gestrichen, zum Glück gibt es virtuelle auch wenn sie natürlich die echten Messen nicht ersetzen können. Spazieren gehen ja, aber ohne Freunde. Dieser Punkt fällt mir als Single echt am schwersten. Mein Vater lebt ja in einem anderen Bundesland, sein 80er Party ist abgesagt, so kann ich auch in diesen Tagen wie viele andere nicht auf Familie zuück greifen.

Ich weiß nicht was fordernder ist, mit der eigenen Familie dicht an dicht nun zusammenrücken und sich je nach Wohnungsgröße und Familienverhältnissen und bereits schwelenden Konflikten zu nahe zu kommen. Oder eben zu wissen ich darf die nächste-n Wochen keinen Menschen treffen. Hier sehne ich mich gerade danach das ich Arbeit hätte der ich nachgehen könnte. Zum Glück braucht uns das Obdachlosenheim wo ich ehrenamtlich helfe mehr, da wir die älteren Helferinnen ja rausnehmen wollen um sie zu schützen.

Wir alle sind also extrem gefordert uns eine neue Struktur aufzubauen nicht so sehr von aussen eher innerlich. Da ich ja eine geistliche Schwester bin, habe ich gewitzelt, ich werde eben jetzt meine kompletiven Stärken testen, danach kann ich mich bei den Karmeliterinnen bewerben. Oder gleich als Eremitin leben. Ich hoffe das uns Nikolaus von der Flüe ein Heiliger aus der Schweiz beisteht der genau das gelebt hat Kontemplation, Innehalten. Sein Leben hinterfragen, vielleicht neue Ziele entwickeln, vielleicht auch nur altes entrümpeln.

Ich habe mir eine To Do List gemacht, mit all den Aufgaben quer durch Gemüsebeet die da auf mich warten: Fenster putzen u.a., das Buch zu schriftlichen Arbeit lesen für meinen theologischen Kurs und dann die Arbeit zu schreiben, mein Wunsch mehr zu schreiben in Richtung Buch – da gibt es noch innere Schweine hunde zu überwinden, aber langweilig sollte es mir nicht werden.

Ich hoffe sehr das du und ich gut über diese Zeit kommen, die so fragil ist und uns zeigt wie verletztlich wir alle sind. Ich schließe Euch in meine Gebete ein auch eine Form sich nahezukommen.

Liebe nachdenkliche Grüße Eure Bernadette

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